Mittwoch, 02. April 2008

noch mal leben


Kaum etwas bewegt so sehr wie die Begegnung mit dem Tod. Doch kaum etwas geschieht heute so sehr im Verborgenen wie das Sterben.

Die Journalistin Beate Lakotta und der Fotograf Walter Schels baten unheilbar Kranke, sie in ihren letzten Tagen und Wochen begleiten zu dürfen. Aus diesen Begegnungen entstanden einfühlsame Porträts von Menschen, die ihrem Tod sehr nahe sind. Sie berichten von den Erfahrungen, Ängsten und Hoffnungen der Sterbenden und lassen sie noch einmal selbst zu Wort kommen.

Nur eine kurze Spanne bleibt, um Bilanz zu ziehen, Frieden mit sich und anderen zu machen, sich mit dem Tod zu befassen und mit der Frage nach dem Danach. Und doch ist hier kaum ein Mensch ohne Hoffnung: auf einige Tage mehr, auf ein Sterben in Würde oder darauf, dass der Tod nicht das Ende von allem sein möge.

Eine Auswahl der Bilder ist zur Zeit hier zu sehen.

Seltsam muß es sein, so auf den Tod zu warten, um ihn dann in aller Endgültigkeit sichtbar zu machen. Die Photos haben nichts Schreckliches, selbst mit dem Gedanken im Kopf, dass diese Aufnahmen direkt nach dem Ableben des jeweiligen Menschen gemacht wurden. Sie sind sehr würdevoll. Noch mal: dieser Moment der Aufnahme zeigt keinen Schlafenden, wir sehen Schlafes Bruder. Diese Augen werden nie wieder aufgeschlagen und die Welt sehen, einen neuen Tag erleben.
Dieser Mensch ist nicht mehr.

Was wirklich ans Herz geht und die eigene Vergänglichkeit wie mit einem Bolzenschussgerät ins Hirn nagelt, sind die begleitenden Texte. Es kann sein, dass es mich augenblicklich besonders berührt, weil auch meine Grossmutter unheilbar erkrankt und das Todesdatum abzusehen ist. Ich frage mich, wie ich über meinen eigenen Tod reden würde. Werde ich irgendwann meinen Frieden schließen können oder bis aufs Letzte kämpfend diese Welt verlassen?

Samstag, 05. April 2008

dos cortados, por favor


So, grad noch einen Reiseführer gekauft, um wenigstens ein bißchen Ahnung vom Land zu haben, bevor ich am Montag dort lande.

Von mir aus könnte es öfter Mitternachtsshoppen geben - das war auf jeden Fall entspannter als samstagsnachmittags und wir waren lustig zu fünft unterwegs. Freitagsnachts ist sowieso unsere typische Mädelszeit, da nimmt sich keine was anderes vor. Ich kann's nicht besser beschreiben: Sex and the City Happening.

Montag, 14. April 2008

aqui vengo


Schon bin ich wieder da. Die Zeit fliegt, wenn das Leben angenehm ist. Ich habe eine gesunde Sommerbräune erworben, so dass mir meine derzeitige Lieblingsfarbe Gelb gut zu Gesicht steht. Ich habe viel Sport gemacht, leichtsinnigerweise auch einen 'Bauchkiller' genannten Kurs, ich bin am Strand spazieren gegangen, ich wurde beim Laufen von Bauarbeitern angefeuert, ich wurde massiert und mit Rosen beduftet, ich bin die schönsten Serpentinen der Insel gefahren, ich konnte endlich wieder Spanisch sprechen, ich habe gezickt, ansatzweise im Meer gebadet und die netteste Unterhaltung im Urlaub hatte ich mit dem Vater eines meiner Exfreunde.

Donnerstag, 17. April 2008

gähn


Gibt es für die Theorie, mit zunehmendem Alter würde der Mensch mit weniger Schlaf auskommen, eine wissenschaftliche Grundlage?

Bei mir funktioniert das nun wirklich gar nicht. Gestern auf der Geburtstagsfeier waren bis auf einzwei Leute alles Freiberufler, die morgens auch mal ein bisschen länger schlafen können. Im Gegensatz zu mir. Trotzdem bin ich einer der letzten Gäste gewesen, ich finde bei guter Unterhaltung ja auch immer kein Ende. Heute morgen: müde wie Sau. Jetzt muss ich zusehen, dass ich in der Zeit zwischen Feierabend und der nächsten Veranstaltung noch ein Power Napping hinlege. Sonst klappt’s nicht mit dem Tanzpartner.

Sonntag, 20. April 2008

lützenkirchen


Auf geht's ab geht's, 3 Tage wach
Nächste Party kommt bestimmt, 3 Tage wach
Afterhour vor der Hour, 3 Tage wach
3 Tage wach, jetzt wirst du langsam schwach

Dienstag, 22. April 2008

jetzt aber wirklich


Wenn man still sitzt und nichts tut, kommt der Frühling und das Gras wächst von selbst.

Freitag, 25. April 2008

küchengeheimnisse


In meiner Ernährungspyramide sind Bananen ganz oben angesiedelt, besonders Bananen in der Semmel oder als Shake mit Milch und Schokostreuseln, der auch schon mal eine komplette Mahlzeit ersetzt. Aber anscheinend ist in fünfzehn Bananen genug Chinin enthalten, um einen durchschnittlich gewichteten Menschen zu töten! Ich weiß nicht, ob es wirklich eine wissenschaftlich belegte Tatsache ist, ich habe diese Information von einer Freundin, die mit jemandem zusammen war, der es bei seinem Urologen im Wartezimmer in einem medizinischen Journal gelesen hat, aber es ist nicht wirklich etwas, dass ich auf die Probe stellen will.

Jeder, dem ich davon erzähle, hegt erst einmal Zweifel, aber nie genug, um sich tatsächlich an die Widerlegung dieser Behauptung zu machen. Nehmen wir mal an, jemand würde fünfzehn Bananen essen, um es ein für allemal herauszufinden. Was würde passieren?

Würde es ein allmählicher Niedergang in die Fruchtvergiftung mit schleichendem Verfall der inneren Organe sein, oder würde derjenige bis zur fünfzehnten Banane putzmunter sein und dann plötzlich tot umfallen? Und wenn er sich verzählt?

Im Bananentheorietestlabor:
'Ist das Nummer 14 oder 15?'
'Ich kann mich nicht erinnern.'
'Wie fühlen Sie sich?'
'Ganz gut soweit…'
'Hier ist noch eine.'
'Uh-oh! Sanitäter!' [Umfallgeräusch]
'OK, sieht aus, als wäre etwas Wahres dran, Jungs, fünfzehn Bananen ist die Obergrenze – Oh, wartet mal kurz, er bewegt sich noch. Geht's?'
'Puh, falscher Alarm! Ich denke, ich bin in Ordnung... '
'Gut, kurze Pinkelpause, dann werden wir die Bananendosis um weitere fünf erhöhen.'

Laut meinem Kochbuch beträgt die tödliche Dosis von Safran zehn Gramm. Safranrisotto, Safran-Honig-Milch, Safranknödel, Safrangarnelen…der perfekte Mord.

der norden

Die norddeutsche Tiefebene mag vielen auswärts lebenden Zeitgenossen flach und einförmig erscheinen, die in diesem Landstrich siedelnden Menschen wortkarg und verfressen. Doch der erste Eindruck täuscht gewaltig: Mitten in die Provinz schmiegt sich die schönste Stadt der Welt. Ihre Bewohner sind einerseits Bauern und Pendler, andererseits Graugänse und (kurz vor dem Aussterben) Husumer Protestschweine.

unterwegs

21.08.-21.08.09 - Köln 04.09.-08.09.09 - Berlin

neulich

lots of work to register...
lots of work to register but i did it ;) Can you contact...
desiree - vosgesparis - 25. Nov, 16:48
prima...
dann bist du am letzten Augustwochenende ganz in meiner...
ladypixel - 20. Aug, 09:04
lebe wild und gefaehrlich
Und noch eine Sache, die in die Rubrik "wir überwinden...
alpinweiss - 19. Aug, 15:33
phasenweise
Daß in meinem Leben gerade ein neuer Abschnitt...
alpinweiss - 19. Aug, 15:17
liebe.drama.wahnsinn.
Ein Fest war das gestern, ein Fest! © Bongarts/Getty...
alpinweiss - 18. Aug, 14:01
Im materiellen Sinne...
Im materiellen Sinne hat es sich schon gelohnt, es...
alpinweiss - 14. Aug, 10:01
die spinnen, die chinesen
Tätowierte Fische werden zum Verkaufsschlager...
alpinweiss - 14. Aug, 09:48
von 1 hatte ich ja schon...
von 1 hatte ich ja schon gehört, aber 2... hoppla!...
ladypixel - 13. Aug, 09:35

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